Meereslebewesen verschwinden vor ihrer Entdeckung — Das EuroWorm-Projekt kämpft gegen stilles Artensterben

Verschwinden vor der Entdeckung — Das EuroWorm-Projekt kämpft gegen das 'stille Artensterben'
Klimawandel, Lebensraumzerstörung und invasive Arten treiben den beschleunigten Artenverlust weltweit voran. Zu den am stärksten bedrohten gehören marine Ringelwürmer (Polychaeten) — Lebewesen, die die meisten Menschen nie gehört haben, die aber lebenswichtige Rollen in Meeresökosystemen spielen.
Um diese Krise zu bekämpfen, haben Forschungsteams der Universität Göttingen, des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung das 'EuroWorm'-Projekt gestartet.

Marine Ringelwürmer — Die unbesungenen Helden der Meeresökosysteme
Marine Ringelwürmer besiedeln nahezu jede Meeresumgebung. Sie durchmischen Sedimente, recyceln Nährstoffe, dienen als Indikatorarten für Verschmutzung und stützen marine Nahrungsnetze.
Genomik beschleunigt die Artenentdeckung
Das Forschungsteam plant, Exemplare aus ganz Europa zu sammeln. Gesammelte Exemplare werden morphologisch bestimmt, hochauflösend fotografiert und mit modernsten Genomik-Werkzeugen analysiert.
Durch den Vergleich europäischer Artendaten hoffen wir, die Entdeckung neuer Arten weltweit zu beschleunigen und dem 'stillen Aussterben' mariner Arten entgegenzuwirken.
— Dr. Jenna Moore (LIB, Projektleiterin)
Historische Sammlungen und DNA enthüllen verborgene Arten
Die Kombination historischer Sammlungen mit moderner Genomtechnologie enthüllt verborgene Biodiversität in beispiellosem Tempo. EuroWorm baut auf Exemplaren auf, die vor Jahrzehnten gesammelt wurden.
— Dr. Maria Teresa Aguado Molina (Universität Göttingen)
Gesammelte Exemplare, Bilder und genetische Daten werden den Sammlungen der Naturkundemuseen Hamburg und Senckenberg hinzugefügt. Daten werden weltweit frei zugänglich sein.
Zu grossen Neuentdeckungen: "38 neue Arten auf einen Schlag."
Was dieses Projekt bedeutet
'Aussterben vor der Beschreibung' — die unsichtbarste Biodiversitätskrise — Um auf Roten Listen zu erscheinen, muss eine Art erst entdeckt und beschrieben werden. Aber bei Gruppen mit wenigen Taxonomen sterben Arten aus, bevor sie katalogisiert werden können.
Museumssammlungen neu bewertet — vergangene Exemplare generieren zukünftige Entdeckungen — Moderne DNA-Analyse an jahrzehntealten Exemplaren beschleunigt die Entdeckung neuer Arten.
Offene Daten stärken die Forschung im Globalen Süden — EuroWorm-Daten über GBIF ermöglichen Forschern in ressourcenarmen Regionen den Zugang zu europäischen Referenzdaten.
数十年前、あるいは100年以上前に採集された博物館の標本に最新のDNA解析技術を適用することで、新種の発見が加速しています。デジタル化とオープンデータの組み合わせにより、博物館は単なる保管庫から現代的な研究ハブへと変貌を遂げつつあります。
オープンデータがグローバル・サウスの研究を後押し
EuroWormのデータがGBIF等を通じて公開されることで、資金やインフラが限られた地域の研究者もヨーロッパの参照データを利用できるようになります。これは生物多様性研究における国際的な格差を縮小する重要な一歩です。
深海ログ編集部
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