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AMOC-Zusammenbruch könnte Südozean zur CO₂-Quelle machen — Simulation zeigt 0,2 °C Zusatzerwärmung

深海ログ編集部
Quelle: Phys.org / Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) — AMOC collapse could turn Southern Ocean into carbon source, adding 0.2°C to global warmingOriginal lesen →
Simulierte Oberflächentemperaturänderungen durch AMOC-Zusammenbruch. Communications Earth & Environment (2026)

Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) simulierten die Folgen eines Zusammenbruchs der Atlantischen Meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC) — dem großen Strömungssystem des Atlantiks, das warmes Wasser nach Norden und kaltes nach Süden transportiert.

Die Simulationen zeigen: Ab CO₂-Konzentrationen von 350 ppm erholt sich die AMOC nach einem Zusammenbruch nicht mehr. Die aktuelle CO₂-Konzentration liegt bei rund 430 ppm — weit über dieser Schwelle.

Höhere CO₂-Konzentrationen verändern die Stabilität der AMOC grundlegend und drängen das System in ein bistabiles Regime

— Da Nian (PIK, Erstautor)

Der Südozean kippt von Senke zur Quelle

In allen Szenarien führt der Zusammenbruch zu 0,17–0,27 °C zusätzlicher Erwärmung durch massive CO₂-Freisetzung aus dem Südozean.

Die Temperaturänderung wird durch eine große Kohlenstofffreisetzung aus dem Südozean angetrieben, verursacht durch verstärkte Durchmischung

— Matteo Willeit (PIK, Co-Autor)

+6 °C in der Antarktis, -7 °C in der Arktis

Regionale Temperaturverschiebungen sind noch dramatischer. Bei 450 ppm steigen die Temperaturen in der Antarktis um 6 °C, während sie in der Arktis um 7 °C sinken.

Der Ozean war unser größter Verbündeter

Der Ozean war unser größter Verbündeter und hat ein Viertel der menschengemachten CO₂-Emissionen absorbiert. Unsere Studie zeigt, wie ein AMOC-Zusammenbruch den Südozean von einer Kohlenstoffsenke in eine Quelle verwandeln könnte

— Johan Rockström (PIK-Direktor, Co-Autor)

Mehr zur Ozeanumwelt: ‚Ozeanerwärmung verändert den Stickstoffkreislauf der Archäen.'

Anmerkung des Autors: ‚Der Ozean war unser größter Verbündeter' — das trifft hart, wenn die Studie davon handelt, dass dieser Verbündete sich gegen uns wenden könnte.

Irreversibel ab 350 ppm, wir stehen bei 430. Die Zahlen allein sagen: kein Zurück.

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